Design und Vintage gehen Hand in Hand

Design und Vintage gehen Hand in Hand

Design und Vintage gehen Hand in Hand (Quelle: Fritz im Pyjama Hotel)

Design und Vintage gehen Hand in Hand (Quelle: Fritz im Pyjama Hotel)

Bunte Umgebung in der Schanzenstraße (Quelle: Helmut Heigert)

Bunte Umgebung in der Schanzenstraße (Quelle: Helmut Heigert)

Die Gastgeber Samira und Stephan Behrmann (Quelle: Helmut Heigert)

Die Gastgeber Samira und Stephan Behrmann (Quelle: Helmut Heigert)

Design und Vintage gehen Hand in Hand (Quelle: Fritz im Pyjama Hotel)

Design und Vintage gehen Hand in Hand (Quelle: Fritz im Pyjama Hotel)

Design und Vintage gehen Hand in Hand (Quelle: Fritz im Pyjama Hotel)

Design und Vintage gehen Hand in Hand (Quelle: Fritz im Pyjama Hotel)

Design und Vintage gehen Hand in Hand

HAMBURG. Lässig, smart, unkonventionell - ein Mann im Anzug auf einem Skateboard prägt das Logo des neuen Boutique-Hotels Fritz im Pyjama in Hamburg. Eingezwängt zwischen Bäckerei, Falafel- und Döner-Imbiss ist das Logo über dem Hoteleingang in der Schanzenstraße 101 - 103 kaum zu sehen. "Früher hat niemand das Hotel von außen bemerkt", sagt Geschäftsführer Stephan Behrmann: "Heute nehmen viele Passanten sogar einen Flyer mit."

Früher hieß das kleine Stadthotel im ersten Stock des Jugendstilhauses aus dem Jahr 1910 gegenüber dem S-Bahnhof Sternschanze einfach Fritzhotel. Doch im Jahr 2014 suchte die langjährige Geschäftsführerin Ute Welser einen neuen Betreiber. Behrmann übernahm zwei Drittel der Geschäftsanteile und führte das Hotel zunächst unter dem gleichen Namen weiter. "Ende 2014 haben wir den Betrieb dann ganz übernommen", sagt der Geschäftsführer, der das Hotel gemeinsam mit seiner Frau Samira Sinjab-Behrmann führt. Nach den Plänen der studierten Kommunikationsdesignerin wurde aus dem Fritzhotel das Boutique-Hotel Fritz im Pyjama. "Wir haben das Hotel bei laufendem Betrieb umgestaltet", fügt er hinzu.

Von den insgesamt 400.000 Euro an Investitionskosten steckten die Behrmann 160.000 Euro in die Renovierung der Räume. "Früher war die Rezeption im ersten Stock", erzählt Samira Sinjab-Behrmann. Heute werden die Gäste bereits an der Rezeption im Erdgeschoss des ehemaligen Treppenhaus von einer der beiden Betriebsleiterinnen Jasmin Birkel und Henrieke Borchers begrüßt. Aus der ehemaligen Rezeption wurde eine kleine Bibliothek mit Sitzecke, in der sich Gäste auch außerhalb ihrer Zimmer aufhalten können. "Es fehlte früher an einem Aufenthaltsraum, in dem ein ankommender Gast warten konnte, bis sein Zimmer bezugsfertig war", fügt sie hinzu.

Die 17 Zimmer in 3 Kategorien sind nach dem Grundkonzept Vintage der 1950-er bis zu den 1970-er Jahren individuell von Samira Sinjab-Behrmann gestaltet worden. Manche Möbel hat sie im Internet ersteigert. Andere Sitzgelegenheiten wie die Cocktailsessel aus den 1950-er Jahren worden originalgetreu nachgebaut. Einen besonderen Stellenwert haben Tapeten wie True Blue Djungle, die in den Räumen ein besonderes Ambiente schaffen. In den raumsparend gestalteten Badezimmern stehen Produkte der Hamburger Kosmetiklinie "Stop the water while using me", die biologisch hergestellt werden. "Wir legen großen Wert auf Nachhaltigkeit", sagt Samira Sinjab-Behrmann. So bezieht das Hotel nicht nur Öko-Strom von Greenpeace Energy; auch in den Minibars auf den Zimmern befinden sich viele nachhaltig hergestellte Produkte wie Mineralwasser von Viva con Aqua oder Nussmischungen von Kernenergie.

Frühstückskorb vor der Zimmertür

Auch wenn das Boutique-Hotel über keinen Frühstücksraum verfügt, können die Gäste trotzdem im Hause frühstücken. Ab 7 Uhr morgens stellen die Hotelmitarbeiter zum Preis von 7,50 Euro pro Person Frühstückskörbe vor die Zimmertüren, die mit Konfitüre, Honig, Käse und 2 Brötchen gefüllt sind. Wasserkocher für Tee und Kaffee befinden sich auf den Zimmern des nicht klassifizierten Hotels. Die Zimmerpreise bewegen sich zwischen 74 Euro für ein Einzelzimmer in der Nebensaison bis zu 168 Euro für eine Suite mit Dreier-Belegung in der Hochsaison. Im Durchschnitt verweilen die Gäste 2 Tage in dem Boutique-Hotel. Die durchschnittliche Auslastung beträgt in den ersten Wochen nach der Eröffnung 82 Prozent. Im kommenden Jahr wollen die Behrmanns eine durchschnittliche Auslastung von 88 Prozent erreichen. Früher stiegen an Wochentagen vor allem Geschäftsleute im Fritzhotel ab. "Wir wollen mit unserem Boutique-Hotel aber auch den designaffinen Hamburg-Touristen ansprechen", sagt Samira Sinjab-Behrmann.

Das Fritz im Pyjama ist das zweite Hotel der Behrmanns in der Hansestadt. Bereits seit 2012 betreiben sie an der Reeperbahn 36 das Hostel Pyjama Park mit 52 Zimmern. Und für das kommende Jahr steht bereits das nächste Projekt in der Pipeline: "Im Schanzenviertel wollen wir ein weiteres Pyjama Park Hostel mit 21 Zimmern eröffnen."