Bekannt für seine besondere Architektur: Das Farol Hotel in Cascais.
Hotelkleinod auf den Klippen hoch über dem Atlantik
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Investitionen

Hotelkleinod auf den Klippen hoch über dem Atlantik

von Karin Gabler

CASCAIS/PORTUGAL. Das Farol Hotel auf den Klippen von Cascais an der Antlantikküste Portugals, zählt zu den renommiertesten Lifestyle Boutiquehotels in Europa. Das einstige Herrenhaus aus dem Jahr 1890, mit 33 Zimmern und Suiten für anspruchsvolle Gäste, gilt als architektonisches Meisterstück, bei dem der historische Baustil mit gewagt modernem Design perfekt verbunden wurde. 2002 durch einen Anbau vergrößert, kamen jetzt aktuell sechs weitere Gästezimmer, eine Deluxe Suite sowie Spa und Fitnessbereich hinzu. Gleichzeitig wurden 18 Zimmer und Suiten renoviert, dabei entstanden neue Badezimmer mit mehr Freiraum, eleganten Armaturen und warmen LED-Downlights. Auch die sechs Designer-Zimmer wurden aufgefrischt: Ihre Optik war ursprünglich von portugiesischen Modedesignern geschaffen worden, die nun auch wieder in das Upgrading involviert waren. So etwa Miguel Viera, der das extravagante „Amor“-Design-Zimmer gestylt hat und dem Refugium jetzt ein Badezimmer in Schwarz-Weiß gab. Die neue Pool-Area darüber hinaus besticht durch das Gefühl, dass der Pool scheinbar direkt in den Atlantik mündet, umgeben von einem sandsteinfarbenen Sonnendeck, auf dem sich die Gäste mit Weitblick entspannen können.

Die Investitionen für die Renovierungsmaßnahmen im Farol Hotel, das seit fünf Jahren von Ana Maria Tavares geleitet wird, belaufen sich auf etwa 3,5 Millionen Euro: „Vor allem der neue Spa- und Fitness-Bereich war für uns von Bedeutung, speziell für die verstärkte Zielgruppenansprache des nordeuropäischen Marktes während der Low Season.“ Die Gäste des 5-Sterne-Privathotels, ein Mitglied der Design Hotels, kommen vorwiegend aus Groß Britannien, Deutschland und Frankreich, wobei die durchschnittliche Auslastung bei 80 Prozent mit einer Average Room Rate von 200 Euro inklusive Frühstück liegt. „Wir haben eine beachtliche Anzahl an Gästen, die vier oder fünfmal im Jahr zu uns kommen“, so Tavares, die in großen und kleinen internationalen Hotels in Asien und Mittleren Osten gearbeitet hat und sich in den letzten fünfzehn Jahren besonders für die Fortentwicklung kleinerer Boutiquehotels engagierte. „Es ist eine großartige Herausforderung und Chance, ein kleines, noch eher unbekanntes Objekt zu einem international bekannten Haus zu machen und in eine erfolgreiche Zukunft zu führen.“ Aus ihrer Erfahrung heraus waren die Modernisierung der Einrichtungen, Hand in Hand mit der Qualitätsverbesserung in den Restaurants und Bars sowie die Gestaltung der Spa- und Fitness Areas wichtige Voraussetzung für das Renommee des Farol Hotels. Großen Wert legt die General Managerin auf einen guten personalisierten Service, der die Wünsche der Gäste praktisch schon im voraus erahnt. Dabei sei der Fachkräftemangel in der Branche in Portugal ebenso wie überall in Europa ein Problem. „Wir haben aber mit Motivation und guter Bezahlung einen geringen Personalwechsel erreicht“, so Tavares, „sodass wir unsere gut ausgebildeten Mitarbeiter halten können.“

Die Vermarktung des Hauses erfolgt stark über die Sozialen Medien. Viel Aufmerksamkeit erzielt das Farol Hotel, indem es sich Nachwuchskünstlern mehrmals im Jahr quasi als Bühne für ihre Bilder oder Skulpturen im Innern und im Außenbereich des Hauses zur Verfügung stellt. Was optimal zum Konzept und zur Architektur des Hotels passt. „Letztlich ist das ganze Haus ein wahres Design-Meisterwerk“, betont Ana Maria Tavares.