Rundgang durch das Sir Nikolai Hotel in Hamburg
Niederländisches Design an der Elbe
Niederländisches Design an der Elbe
Zur Fotostrecke

Neueröffnung

Niederländisches Design an der Elbe

von Helmut Heigert

HAMBURG. Bücher in dunklen Holzregalen, an den Wänden hängen Portraits aus dem 17. Jahrhundert und japanische Aquarelle - wer das neue Hotel Sir Nikolai in der Hamburger Altstadt betritt, kommt in eine Bibliothek "the Study" statt in eine Lobby. "Jeder Gast wird zunächst einmal mit einem Kaffee begrüßt", sagt Johanna Schirm, Sprecherin der Europe Hotels Private Collection, zu der das Boutique Hotel gehört. Allerdings ist das jüngste Mitglied der Sir Hotels nicht nach einem der portraitierten britischen Adligen benannt. "Der Name bezieht sich auf den Nikolaifleet, an dem das Hotel liegt", fügt die Sprecherin hinzu.

Das ehemalige Kontorhaus in der Katharinenstraße 29 wurde nach den Plänen des holländischen Design-Duos FG Stijl Colin Finnegan und Gerard Glintmeijer gestaltet. Die 94 Zimmer und Suiten gruppieren sich um einen überdachten Innenhof. Die Zimmer in den Kategorien von Sir Boutique mit 21 Quadratmeter bis zu Sir Supreme mit 31 Quadratmetern sind außer mit Queen- oder King-Size-Betten und Bluetooth Lautsprechern auch mit einem Barwagen ausgestattet, in dem alle wichtigen Zutaten für Mixgetränke zu finden sind. Die 37 Quadratmeter großen Sir Suites verfügen außerdem über eine frei stehende Badewanne. Und die Gäste der Sir Residences mit 57 Quadratmetern können sich über ein zweites Bad sowie ein zusätzliches Sofabett freuen.

Direktor Rainer Schmidhuber rechnet mit einer durchschnittlichen Zimmerauslastung im ersten Jahr von 68 Prozent. Die Zimmerpreise beginnen bei 153 Euro in einem Sir Boutique Zimmer pro Nacht. Der Direktor hofft, im ersten Jahr eine Durchschnittsrate von 174 Euro zu erzielen. Insgesamt 70 Mitarbeiter kümmern sich um die Gäste des Sir Nikolai Hotels.

Wer die Bibliothek mit der Rezeption verlässt, kommt durch große Glastüren in den Patio. Der Lichthof mit offenem Kamin gehört zum Izakaya Asian kitchen & bar. Das Glasdach kann an lauen Sommerabenden geöffnet werden. In dem Restaurant finden bis zu 150 Gäste Platz. Küchenchef Hari Shetty und sein Team sorgen in einer offenen Showküche für eine asiatisch-südamerikanische Küche. Dabei reicht das Angebot von Sushi und Sashimi bis zu auf einem Robata-Grill zubereiteten Fleisch- und Fischgerichten. Hauptgerichte kosten zwischen 18 und 45 Euro.

An der Bar, an der bis zu 30 Gäste Platz finden, bieten Barchef Jan Halfpap und seine Mannschaft mehr als 200 Cocktails an - darunter 14 eigene Kreationen. In einem Nebengebäude soll bis zum Sommer ein Raum für Private Dining eingerichtet werden. "Dieser Raum kann auch für Meetings genutzt werden", sagt Johanna Schirm.

Ebenfalls in der zweiten Jahreshälfte soll ein 300 Quadratmeter großer Spa im Untergeschoss mit Pool, Sauna, Dampfbad, Fitnessraum sowie 3 Behandlungsräumen eröffnet werden. "Aus dem Spa können die Gäste direkt auf den Fleet blicken", fügt die Sprecherin hinzu.

Mit dem Sir Nikolai eröffnet die 2013 in Amsterdam gegründete Boutiquehotelmarke nach dem Sir Savigny in Berlin ihr zweites Haus in Deutschland. Nach der ebenfalls für dieses Jahr geplanten Eröffnung des Sir Joan Hotels auf Ibiza wird die Kette im Besitz von Liran Wizmann über insgesamt 5 Häuser verfügen. Als Mitglied der Design Hotels ist die Gruppe an das Kundenbindungsprogramm Starwood Preferred Guest (SPG) angeschlossen.

Mehr dazu lesen Sie in der gedruckten Ausgabe der AHGZ.