Sind jetzt Hoteliers: Rainer Schönfelder und Hermann Maier
Österreichische Skistars setzen auf
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Budgetkonzept

Österreichische Skistars setzen auf "Skispoan"

von Karin Gabler

ST. JOHANN/ZEDERHAUS. Sie haben es an die Weltspitze des Skisports geschafft: Hermann Maier, genannt Herminator und Rainer Schönfelder. Mit der Gründung der Adeo Alpin Hotes haben sie sich ein Konzept überlegt, dass Skifahren für Familien wieder erschwinglicher machen soll und dem Wintersport auch Nachwuchs sichert. Unter dem Motto Skispoan (Skifahren und Sparen) konzentrierten sie sich auf die wichtigsten Dinge und verzichteten unter anderem auf 24-Stunden-Rezeption, Suiten und Zimmerservice.

Die 84 Zimmer im Adeo Alpin Hotel in St. Johann, für das Maier als Alleininvestor steht, sind modern ohne „Schnickschnack“ gestaltet. Das Hotel in Zederhaus im Lungau, das mit Investitionen von Schönfelder und seiner Firma errichtet wurde, verfügt über 60 Zimmer mit gleicher Ausstattung. Besonderheit ist stets das familienfreundliche Package, bei dem Eltern und Kinder in zwei Doppelzimmern mit Verbindungstüre wohnen (2 DZ ab 88/98 Euro), für Kinder unter fünf Jahren bei Frühbuchung kostenlos.

„Wir wollen den Skiurlaub wieder leistbarer machen“, so Maier, „und ich hoffe, dass unsere Initiative als Signal gesehen wird. Die Familien sparen bei uns Geld, das dann für andere Dinge übrigbleibt.“Die beiden Adeo Alpin Hotels entstanden jeweils für sechs bis neun Mio. Euro und bieten modernes Low-Budget-Ambiente, einen Kinderbereich in der Nähe der Rezeption, eine finnische und eine Bio-Sauna zum Entspannen und ein legeres Restaurant mit Bar, das von einem externen Gastronomen an allen Standorten betrieben wird.

Für jedes Zimmer gibt es einen Spind im Erdgeschoss oder Skikeller, in dem die Brettl und Boards sicher und trocken untergebracht sind. Zudem kooperieren die Neu-Hoteliers mit Skischulen und Partnern für Skiverleih und Skiservice. Der Shuttle zum Lift oder Toureneinstieg ist ebenso wie das W-LAN im Preis inklusive. Einen wichtigen Part des Konzeptes hat das „schlanke“ Team aus Direktor und jeweils sieben bis neun Mitarbeitern.

Mit 17 Liften, 42,5 Pistenkilometern, Funparks und 250 km gespurten Loipen in St. Johann sowie 50 Gipfeln mit über 20 Tourenangeboten in Zederhaus eignen sich die Spezialhotels „für alle, die die Faszination Wintersport lieben“, sagt Schönfelder. Bei ihren Zukunftsplänen spielt aber auch ein guter Sommertourismus eine wichtige Rolle: Maier und Schönfelder, die bei der Vermarktung und Buchung mit Rewe Austria Touristik bzw. ITS Billa Reisen kooperieren, wollen in jedem Fall wachsen. „Es ist durchaus möglich“, betont Schönfelder, „dabei künftig auch über die Grenzen nach Schweiz oder Deutschland zu schauen.“